Die 10 Städte mit dem höchsten Solar-Ertrag in Deutschland 2026
Standort ist einer der wichtigsten Faktoren für den Solar-Ertrag. Diese Rangliste zeigt, welche deutschen Städte das höchste Solarenergie-Potenzial bieten — mit konkreten kWh-Zahlen und finanziellen Auswirkungen für 2026.
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Die Sonneneinstrahlung variiert in Deutschland je nach Region erheblich. Der Süden des Landes — insbesondere Bayern und Baden-Württemberg — profitiert von der geografischen Nähe zu den Alpen und einem insgesamt kontinentaleren Klima mit mehr Sonnentagen. Norddeutschland hat zwar mehr Bewölkung, aber keineswegs zu wenig Sonne für wirtschaftliche Solaranlagen.
Der spezifische Jahresertrag in kWh pro kWp installierter Leistung schwankt zwischen etwa 940 kWh/kWp (Schleswig-Holstein) und über 1.250 kWh/kWp (Südbaden). Das bedeutet: Dieselbe 10 kWp-Anlage erzeugt je nach Standort zwischen 9.400 und 12.500 kWh pro Jahr.
Die 10 sonnigsten Städte Deutschlands (Solar-Ertrag Ranking 2026)
Das folgende Ranking basiert auf langjährigen Messdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und dem PVGIS-Datensatz der EU-Kommission. Die Ertragsangaben gelten für eine optimal ausgerichtete Südanlage mit 30–35° Neigung.
| # | Stadt | Bundesland | Sonnenstunden/J. | Spez. Ertrag | Ertrag 10 kWp |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Freiburg im Breisgau | Baden-Württemberg | 1.800 h | 1.150–1.250 kWh/kWp | ~11.500–12.500 kWh/J. |
| 2 | Garmisch-Partenkirchen | Bayern | 1.780 h | 1.200–1.280 kWh/kWp | ~12.000–12.800 kWh/J. |
| 3 | München | Bayern | 1.740 h | 1.150–1.220 kWh/kWp | ~11.500–12.200 kWh/J. |
| 4 | Augsburg | Bayern | 1.720 h | 1.130–1.200 kWh/kWp | ~11.300–12.000 kWh/J. |
| 5 | Stuttgart | Baden-Württemberg | 1.700 h | 1.100–1.180 kWh/kWp | ~11.000–11.800 kWh/J. |
| 6 | Ingolstadt | Bayern | 1.690 h | 1.100–1.170 kWh/kWp | ~11.000–11.700 kWh/J. |
| 7 | Heidelberg | Baden-Württemberg | 1.680 h | 1.090–1.160 kWh/kWp | ~10.900–11.600 kWh/J. |
| 8 | Regensburg | Bayern | 1.660 h | 1.080–1.150 kWh/kWp | ~10.800–11.500 kWh/J. |
| 9 | Nürnberg | Bayern | 1.640 h | 1.060–1.130 kWh/kWp | ~10.600–11.300 kWh/J. |
| 10 | Frankfurt am Main | Hessen | 1.620 h | 1.050–1.120 kWh/kWp | ~10.500–11.200 kWh/J. |
* Werte basieren auf DWD-Klimadaten und PVGIS-Modellierungen. Optimal ausgerichtete Südanlage, Neigung 30–35°, keine Verschattung.
Was bedeutet Solar-Ertrag in kWh/kWp?
Der spezifische Ertrag in kWh/kWp (Kilowattstunden pro Kilowattpeak) ist die wichtigste Kennzahl zum Vergleich von Solarstandorten. Sie gibt an, wie viel Energie eine Anlage pro installiertem Kilowattpeak Nennleistung im Jahr erzeugt — unabhängig von der Anlagengröße.
Rechenbeispiel Freiburg
Rechenbeispiel Frankfurt
Solar-Ertrag Vergleich: Süd vs. Nord
Die Sonneneinstrahlung in Bayern liegt im Jahresmittel bei rund 1.150–1.280 kWh/kWp — etwa 20 % mehr als in Schleswig-Holstein (940–1.000 kWh/kWp). Dieser Unterschied macht sich bei einer 10 kWp-Anlage in rund 1.500–2.800 kWh Jahresertrag bemerkbar.
Entscheidend ist: Selbst mit dem niedrigeren Ertrag in Norddeutschland lohnen sich Solaranlagen wirtschaftlich. Die Amortisationszeit verlängert sich lediglich um 1–2 Jahre im Vergleich zu süddeutschen Standorten.
| Region | Spez. Ertrag | 10 kWp Ertrag/J. | Amortisation |
|---|---|---|---|
| Bayern (Süd) | 1.150–1.280 kWh/kWp | ~11.500–12.800 kWh | ~9–11 J. |
| Baden-Württemberg | 1.090–1.250 kWh/kWp | ~10.900–12.500 kWh | ~9–11 J. |
| Mitteldeutschland | 1.020–1.100 kWh/kWp | ~10.200–11.000 kWh | ~10–12 J. |
| NRW / Hessen | 980–1.060 kWh/kWp | ~9.800–10.600 kWh | ~11–13 J. |
| Norddeutschland | 940–1.050 kWh/kWp | ~9.400–10.500 kWh | ~12–14 J. |
Lohnt sich Solar auch in norddeutschen Städten?
Eindeutig ja. Die 10 ertragsstärksten norddeutschen Städte zeigen, dass auch nördlich des Weißwurstäquators wirtschaftliche Solaranlagen möglich sind:
| Stadt | Spez. Ertrag | 10 kWp Ertrag/J. |
|---|---|---|
| Rostock | 1.050 kWh/kWp | ~10.500 kWh |
| Hamburg | 1.020 kWh/kWp | ~10.200 kWh |
| Bremen | 1.000 kWh/kWp | ~10.000 kWh |
| Hannover | 990 kWh/kWp | ~9.900 kWh |
| Lübeck | 985 kWh/kWp | ~9.850 kWh |
| Kiel | 980 kWh/kWp | ~9.800 kWh |
| Schwerin | 1.010 kWh/kWp | ~10.100 kWh |
| Flensburg | 960 kWh/kWp | ~9.600 kWh |
Selbst Flensburg an der dänischen Grenze erzielt mit 960 kWh/kWp noch knapp 80 % des Ertrags von Freiburg — ausreichend für eine klar wirtschaftliche Solaranlage.
Finanzielle Auswirkung: Was bedeutet mehr Sonnenstunden?
Der finanzielle Unterschied zwischen dem Spitzenreiter Freiburg und dem 10. Platz Frankfurt am Main beläuft sich auf rund 1.150 kWh/Jahr bei einer 10 kWp-Anlage. Hochgerechnet auf 25 Jahre ergibt das:
Freiburg (Rang 1)
Frankfurt (Rang 10)
Unterschied Rang 1 vs. Rang 10: Rund 199 €/Jahr mehr in Freiburg. Über 25 Jahre Anlagenlebensdauer ergibt das ca. 4.975 € Mehrertrag — genug, um einen Teil des Speichers zu finanzieren.
* Berechnung: 35 ct/kWh Strompreis, EEG-Vergütung 7,78 ct/kWh, 35 % Eigenverbrauchsquote.
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Welche Stadt in Deutschland hat den höchsten Solar-Ertrag?▼
Freiburg im Breisgau führt das Ranking mit rund 1.800 Sonnenstunden pro Jahr und einem spezifischen Ertrag von 1.150–1.250 kWh/kWp. Eine 10 kWp-Anlage erzeugt dort etwa 11.500–12.500 kWh pro Jahr.
Was bedeutet kWh/kWp als Solar-Kennzahl?▼
kWh/kWp (Kilowattstunden pro Kilowattpeak) gibt an, wie viel Energie eine Anlage pro installiertem kWp Leistung pro Jahr erzeugt. Diese standortunabhängige Kennzahl ermöglicht den direkten Vergleich des Sonnenenergiepotenzials verschiedener Standorte.
Wie groß ist der Unterschied beim Solar-Ertrag zwischen Süd und Nord?▼
Der Unterschied beträgt etwa 15–25 %. Spitzenreiter Freiburg (1.150–1.250 kWh/kWp) erzielt rund 20 % mehr Ertrag als norddeutsche Standorte wie Kiel (ca. 980 kWh/kWp). In absoluten Zahlen bedeutet das bei einer 10 kWp-Anlage etwa 1.700–2.700 kWh/Jahr Unterschied.
Lohnt sich Solar auch in norddeutschen Städten?▼
Ja, eindeutig. Auch Hamburg (1.020 kWh/kWp), Rostock (1.050 kWh/kWp) oder Kiel (980 kWh/kWp) bieten ausreichend Sonneneinstrahlung für wirtschaftliche PV-Anlagen. Der geringere Ertrag verlängert die Amortisationszeit lediglich um 1–2 Jahre.
Wie viel mehr Geld bringt ein sonniger Standort bei Solar?▼
Bei einer 10 kWp-Anlage bedeutet der Unterschied zwischen Platz 1 (Freiburg, ~12.000 kWh/J.) und Platz 10 (Frankfurt, ~10.850 kWh/J.) rund 1.150 kWh mehr Jahresertrag. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 35 % und 35 ct/kWh entspricht das etwa 140–180 € zusätzliche Ersparnis pro Jahr.