Bundesländer-Ranking: Wo lohnt sich Solar am meisten? (2026)
Alle 16 Bundesländer im Solar-Ertrag-Vergleich: Wir zeigen, wo die Sonne am stärksten scheint, welche finanziellen Unterschiede das macht — und warum sich Solar in jedem Bundesland lohnt.
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Die folgende Tabelle zeigt alle 16 Bundesländer nach ihrem durchschnittlichen spezifischen Solarertrag in kWh/kWp. Die Werte basieren auf langjährigen DWD-Klimadaten und dem PVGIS-Modell der EU-Kommission für eine optimal ausgerichtete Südanlage mit 30–35° Neigung.
| # | Bundesland | Spez. Ertrag | Sonnenstunden/J. | 10 kWp/Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 1.100–1.280 kWh/kWp | 1.740 h | ~11.000–12.800 kWh |
| 2 | Baden-Württemberg | 1.090–1.250 kWh/kWp | 1.720 h | ~10.900–12.500 kWh |
| 3 | Rheinland-Pfalz | 1.050–1.150 kWh/kWp | 1.680 h | ~10.500–11.500 kWh |
| 4 | Hessen | 1.020–1.120 kWh/kWp | 1.630 h | ~10.200–11.200 kWh |
| 5 | Saarland | 1.030–1.120 kWh/kWp | 1.640 h | ~10.300–11.200 kWh |
| 6 | Sachsen | 1.010–1.100 kWh/kWp | 1.580 h | ~10.100–11.000 kWh |
| 7 | Thüringen | 1.000–1.090 kWh/kWp | 1.560 h | ~10.000–10.900 kWh |
| 8 | Sachsen-Anhalt | 990–1.080 kWh/kWp | 1.550 h | ~9.900–10.800 kWh |
| 9 | Nordrhein-Westfalen | 980–1.060 kWh/kWp | 1.530 h | ~9.800–10.600 kWh |
| 10 | Brandenburg | 990–1.070 kWh/kWp | 1.540 h | ~9.900–10.700 kWh |
| 11 | Niedersachsen | 970–1.040 kWh/kWp | 1.510 h | ~9.700–10.400 kWh |
| 12 | Mecklenburg-Vorpommern | 980–1.050 kWh/kWp | 1.530 h | ~9.800–10.500 kWh |
| 13 | Berlin | 980–1.050 kWh/kWp | 1.540 h | ~9.800–10.500 kWh |
| 14 | Bremen | 960–1.020 kWh/kWp | 1.490 h | ~9.600–10.200 kWh |
| 15 | Hamburg | 950–1.020 kWh/kWp | 1.470 h | ~9.500–10.200 kWh |
| 16 | Schleswig-Holstein | 940–1.000 kWh/kWp | 1.450 h | ~9.400–10.000 kWh |
* Durchschnittswerte je Bundesland. Optimal ausgerichtete Südanlage, Neigung 30–35°. Regionale Unterschiede innerhalb der Bundesländer möglich.
Finanzielle Bedeutung: Ertrag-Unterschied Bayern vs. Schleswig-Holstein
Der Unterschied zwischen dem Spitzenreiter Bayern und dem Schlusslicht Schleswig-Holstein beträgt im Mittel etwa 200 kWh/kWp pro Jahr. Bei einer 10 kWp-Anlage ergibt das rund 2.000 kWh/Jahr Unterschied im Jahresertrag:
Bayern (Rang 1)
Schleswig-Holstein (Rang 16)
Unterschied: ~381 €/Jahr mehr in Bayern. Über 25 Jahre Anlagenlebensdauer macht das rund 9.525 € Mehrertrag in Bayern — aber auch in Schleswig-Holstein lohnt sich die Investition klar.
Förderung nach Bundesland: Wo gibt es die meiste Unterstützung?
Neben dem Solarertrag spielt die Landesförderung eine wichtige Rolle. Interessanterweise kombinieren einige Bundesländer hohen Ertrag mit attraktiver Förderung — Bayern zum Beispiel. Andere Bundesländer kompensieren geringere Sonneneinstrahlung teilweise durch bessere Förderprogramme:
Bayern
Ertrag + Förderung: Sehr gutBayernSolar Speicher: bis 3.750 € für Batteriespeicher
Berlin
Förderung: Sehr gutSolarPlusSpeicher: bis 4.000 € Direktzuschuss (Anlage + Speicher)
Baden-Württemberg
Ertrag + Förderung: Sehr gutL-Bank Wohngebäudekredit: zinsgünstig, bis 100 % Finanzierung
NRW
Förderung: Gutprogres.nrw: bis 1.500 € Zuschuss, kombinierbar mit KfW
Sachsen
Förderung: GutSAB Solaranlage: Kredit bis 50.000 €, zinsgünstig
Auch in norddeutschen Bundesländern lohnt sich Solar
Ein häufiges Missverständnis: Viele denken, Solar lohne sich nur im Süden. Das stimmt nicht. Selbst in Schleswig-Holstein mit 940–1.000 kWh/kWp erzielt eine 10 kWp-Anlage rund 9.400–10.000 kWh/Jahr — genug für eine wirtschaftlich attraktive Investition.
Die Amortisationszeit beträgt in Norddeutschland typischerweise 11–14 Jahre (statt 9–11 Jahre in Bayern) — bei einer Anlagenlebensdauer von 25–30 Jahren macht das kaum einen Unterschied für die Gesamtrendite.
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In welchem Bundesland lohnt sich Solar am meisten?▼
Bayern führt das Ranking mit einem spezifischen Ertrag von 1.100–1.280 kWh/kWp und etwa 1.740 Sonnenstunden pro Jahr. Dahinter folgen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Allerdings lohnen sich Solaranlagen in allen 16 Bundesländern wirtschaftlich.
Wie groß ist der Unterschied zwischen Bayern und Schleswig-Holstein beim Solar-Ertrag?▼
Bayern (1.100–1.280 kWh/kWp) erzielt etwa 17–28 % mehr Ertrag als Schleswig-Holstein (940–1.000 kWh/kWp). Bei einer 10 kWp-Anlage bedeutet das rund 1.600–2.800 kWh/Jahr Unterschied, was etwa 200–350 € jährlicher Ersparnis entspricht.
Welches Bundesland hat die besten Solar-Förderungen?▼
Bayern bietet mit dem BayernSolar-Speicherprogramm (bis 3.750 €) eine der attraktivsten Landesförderungen. Baden-Württemberg punktet mit zinsgünstigen L-Bank-Krediten. Berlin gewährt bis zu 4.000 € Direktzuschuss für Anlage und Speicher zusammen. Zusätzlich gilt überall der KfW 270 und 0 % MwSt.
Lohnt sich Solar auch in norddeutschen Bundesländern?▼
Ja, eindeutig. Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen haben zwar weniger Sonnenstunden als Bayern, aber mit 940–1.020 kWh/kWp immer noch ausreichend Sonneneinstrahlung für wirtschaftliche PV-Anlagen. Die Amortisationszeit beträgt dort lediglich 1–2 Jahre mehr als im Süden.
Warum hat Ostdeutschland mehr Sonne als NRW?▼
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg profitieren von einem kontinentaleren Klima mit weniger Atlantik-Einfluss. Das Binnenklima in Mitteldeutschland führt zu mehr Sonnentagen und geringerer Bewölkung als im stärker ozeanisch geprägten Nordwesten (NRW, Niedersachsen).