Einspeisevergütung 2010–2026: Entwicklung & Ausblick
Von 39 ct/kWh (2010) auf 7,78 ct/kWh (2026): Die EEG-Einspeisevergütung ist massiv gesunken — aber die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen ist heute besser denn je. Wir zeigen warum.
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Die aktuellen EEG-Vergütungssätze gelten für Anlagen, die ab Januar 2026 in Betrieb genommen wurden. Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert:
| Anlagengröße | Überschusseinspeisung | Volleinspeisung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,22 ct/kWh | Standard Wohngebäude |
| 10–40 kWp | 6,51 ct/kWh | 10,29 ct/kWh | Kleingewerbe, größere Wohngebäude |
| 40–750 kWp | 5,64 ct/kWh | 8,92 ct/kWh | Gewerbe und Industrie |
Historische Entwicklung der Einspeisevergütung (2010–2026)
Die Vergütung für PV-Strom ist in 16 Jahren um ca. 80 % gefallen — von 39,14 ct/kWh (2010) auf 7,78 ct/kWh (2026). Im gleichen Zeitraum sanken die Anlagenkosten um ca. 80–90 %, sodass die Wirtschaftlichkeit insgesamt besser wurde:
| Jahr | Vergütung bis 10 kWp | Änderung |
|---|---|---|
| 2010 | 39,14 ct/kWh | Referenzjahr |
| 2011 | 28,74 ct/kWh | −27 % |
| 2012 | 24,43 ct/kWh | −15 % |
| 2013 | 17,02 ct/kWh | −30 % |
| 2014 | 13,15 ct/kWh | −23 % |
| 2015 | 12,41 ct/kWh | −6 % |
| 2016 | 12,31 ct/kWh | −1 % |
| 2017 | 12,17 ct/kWh | −1 % |
| 2018 | 12,20 ct/kWh | ±0 % |
| 2019 | 10,64 ct/kWh | −13 % |
| 2020 | 9,00 ct/kWh | −15 % |
| 2021 | 8,16 ct/kWh | −9 % |
| 2022 | 8,20 ct/kWh | +0,5 % (Solarpaket) |
| 2023 (Aug) | 8,20 ct/kWh | Erhöhung von 7,05 auf 8,20 |
| 2024 | 8,11 ct/kWh | −1 % |
| 2025 | 7,94 ct/kWh | −2 % |
| 2026 (Jan) | 7,78 ct/kWh | −2 % |
* Werte für Anlagen bis 10 kWp, Überschusseinspeisung. Vollständige Degression halbjährlich per EEG-Rechtsverordnung. Quelle: Bundesnetzagentur / EEG.
Warum sinkt die Einspeisevergütung?
Die sinkende EEG-Vergütung ist keine Katastrophe, sondern politisch gewollte Energiemarktentwicklung. Drei Hauptgründe:
1. Gesunkene Technologiekosten
PV-Module sind seit 2010 um ca. 90 % günstiger geworden. Die hohen Vergütungssätze von 2010 waren nötig, um die damals teuren Anlagen wirtschaftlich zu machen. Da Anlagen heute viel günstiger sind, brauchen sie auch weniger staatliche Förderung.
2. Netzintegration und Systemkosten
Je mehr PV-Strom ins Netz eingespeist wird, desto höher werden die Netzintegrations- und Regelenergiekosten. Die sinkende Vergütung soll Anreize setzen, Strom selbst zu verbrauchen (Speicher, E-Auto, Wärmepumpe) statt ins Netz einzuspeisen — das entlastet die Netze.
3. EEG-Degression als Marktmechanismus
Das EEG sieht eine automatische halbjährliche Degression von 1–3 % vor. Zusätzlich gibt es Zubaumengen-Korrekturen: Wird mehr PV installiert als geplant, sinkt die Vergütung stärker. So steuert der Gesetzgeber die Ausbaugeschwindigkeit.
Eigenverbrauch statt Einspeisung: Die neue Strategie
Die sinkende EEG-Vergütung verändert die optimale PV-Strategie grundlegend: Weg von maximaler Einspeisung, hin zu maximalem Eigenverbrauch.
Früher (bis ~2012)
Heute (2026)
Die Konsequenz: Optimale PV-Anlagen 2026 sind so dimensioniert, dass der Eigenverbrauch maximiert wird — mithilfe von Batteriespeicher, E-Auto, Wärmepumpe und Energiemanagementsystem. Überschüsse werden eingespeist, aber das Ziel ist minimale Einspeisung.
Ausblick: Wie entwickelt sich die Einspeisevergütung bis 2030?
Prognosen auf Basis der aktuellen EEG-Degression und Energiepolitik:
| Jahr | Prognose Vergütung | Strompreis (Prognose) | Eigenverbrauchsvorteil |
|---|---|---|---|
| 2026 | 7,78 ct/kWh | ~35 ct/kWh | 4,5× |
| 2027 | ~7,4 ct/kWh | ~36 ct/kWh | 4,9× |
| 2028 | ~7,1 ct/kWh | ~37 ct/kWh | 5,2× |
| 2030 | ~5,5–6,5 ct/kWh | ~38–40 ct/kWh | 6–7× |
Die Botschaft ist klar: Je weiter die Einspeisevergütung sinkt und je weiter Strompreise steigen, desto wichtiger wird der Eigenverbrauch. Anlagen, die heute mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe optimiert werden, sind bestens für die Energiewelt 2030 aufgestellt.
Strategische Empfehlung: Nicht auf höhere EEG-Vergütung warten. Der günstigste Zeitpunkt für eine PV-Anlage ist jetzt — die Anlagenkosten sind so niedrig wie nie, und die 20-jährige Vergütungsgarantie startet mit Inbetriebnahme.
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Jetzt kostenlos berechnen →Häufige Fragen zur Einspeisevergütung
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?▼
Ab Januar 2026 beträgt die EEG-Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp 7,78 ct/kWh (Überschusseinspeisung). Bei Volleinspeisung (gesamter produzierter Strom wird eingespeist) werden 12,22 ct/kWh vergütet. Für Anlagen 10–40 kWp gilt 6,51 ct/kWh (Überschuss) bzw. 10,29 ct/kWh (Volleinspeisung).
Wie lange gilt die garantierte Einspeisevergütung?▼
Die EEG-Einspeisevergütung wird für 20 Jahre ab dem Tag der Inbetriebnahme garantiert. Eine Anlage, die im März 2026 ans Netz geht, erhält 7,78 ct/kWh bis März 2046. Nach diesen 20 Jahren gibt es keine gesetzliche Nachfolgelösung — Eigenverbrauch und Direktvermarktung werden dann die Hauptoptionen sein.
Lohnt sich Volleinspeisung oder Teileinspeisung?▼
Für Haushalte mit Eigenverbrauch ist Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) heute fast immer vorteilhafter: Selbst genutzter Strom spart 35 ct/kWh, während Volleinspeisung nur 12,22 ct/kWh bringt. Volleinspeisung lohnt sich nur noch in Ausnahmefällen (z.B. unbewohnte Gebäude oder sehr niedrige Eigenverbrauch-Szenarien).
Was passiert, wenn ich meine Anlage nicht im MaStR anmelde?▼
Ohne Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur erlischt der Anspruch auf EEG-Einspeisevergütung rückwirkend. Die Anmeldung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Ihr Installateur übernimmt dies in der Regel. Der MaStR ist kostenlos unter www.marktstammdatenregister.de erreichbar.
Wird die Einspeisevergütung weiter sinken?▼
Ja — das EEG sieht eine automatische halbjährliche Degression von ca. 1–3 % vor. Für 2030 ist mit Sätzen um 5–6 ct/kWh zu rechnen. Dies macht Eigenverbrauchsoptimierung (Speicher, E-Auto, Wärmepumpe) noch wichtiger. Wer heute investiert, sichert sich 20 Jahre lang den aktuellen Satz von 7,78 ct/kWh.